Falls Ihr früher Sushi im Original geliebt habt, Euch aber mittlerweile vegan ernähren möchtet, müsst Ihr keinesfalls auf den Genuss der japanischen Häppchen verzichten! Wer die rein pflanzlichen Kreationen mit den charakteristischen Nuancen wie eingelegtem Ingwer, Wasabi und Co. verbindet, wird überrascht sein, dass der Fisch, der in roher Form sowieso nur sehr dezente Aromen besitzt, nicht fehlt.

Insbesondere aromatische Avocado empfiehlt sich für die Zubereitung von veganem Sushi. Zum Säuern des Reis haben wir Limettensaft verwendet, wobei das Original traditionell mit Reisessig verfeinert wird. Auch den eingelegten Ingwer, der Teil jedes Sushi-Menüs ist, wurde mit Orangensaft selbst mariniert, kann auf Wunsch aber auch durch fertigen Suhi-Ingwer ersetzt werden. Gleiches gilt für den japanischen Essig. Beim Wasabi, der grünen Meerettichpaste, gilt: aufgrund der Schärfe äußerst sparsam verwenden!

Damit die Rollen möglichst auf Anhieb gelingen bzw. um zu verhindern, dass die Füllung hinausquillt, die Algenblätter nur dünn mit Reis bestreichen und die Gemüsestifte möglichst fein schneiden. Wer einmal die richte Menge herausgefunden hat, wird begeistert sein, wie einfach es funktioniert. Falls Ihr Gäste auf ein veganes Sushi-Menü einladen möchtet, solltet Ihr Euch am besten vorab einmal mit der Zubereitung vertraut machen. Für ein besseres Handling wird zum Aufrollen eine Bambusmatte genutzt, die es – genau wie die Noriblätter (getrocknete Algen) und weiteren Zutaten – günstig im Asialaden gibt. Dort wird auch spezieller Sushireis angeboten, der allerdings alternativ durch einen anderen Rundkornreis, beispielsweise Milch- oder Risottoreis – ersetzt werden kann. Wer möchte, rollt zusätzlich in Sojasoße marinierten Tofu mit ein; auch hier ist es wichtig, dass die Streifen möglichst dünn geschnitten werden.

Zutaten für 2 bis 3 Portionen (8 Makirollen):

  • 200 g Rundkornreis
  • etwas Salz & Zucker
  • Saft von 1 kleinen Limette
  • 50 g Ingwer
  • Saft von 2 Orangen
  • ca. 1 Möhre
  • ca. 1/2 Gurke
  • 1/2 reife Avovado
  • 4 getrocknete Noriblätter
  • etwas Wasabi
  • etwas Sesam
  • Sojasoße
  • 1 Bambusmatte & Stäbchen

Zubereitung des veganen Sushi

Den Reis abspülen, mit 400 ml Wasser aufkochen lassen, mit etwas Salz und Zucker verfeinern und – bei geschlossenem Deckel – ca. 20 Minuten leicht köcheln bzw. quellen lassen. Den Reis anschließend zum Abkühlen in eine Schüssel umfüllen und – nach persönlichem Empfinden – mit etwas Limettensaft aromatisieren.

In der Zwischenzeit den Ingwer schälen, in feine Scheiben hobeln, diese in mundgerechte Streifen schneiden, zusammen mit dem Orangensaft in einem kleinen Topf aufkochen lassen und ca. 15 Minuten – bei geschlossenem Deckel – weich garen. Anschließend den Orangensaft ohne Deckel etwas reduzieren lassen und gegebenenfalls zusätzlich – nach persönlichem Empfinden – mit etwas Zucker verfeinern.

Währenddessen die Möhre abspülen, längs in Scheiben und die Scheiben in feine Stifte schneiden. Die Möhrenstifte in ein kleines Gefäß geben, mit 100 ml kochendem Wasser übergießen und bis zur Weiterverarbeitung ziehen lassen.

Die halbe Gurke waschen, längs halbieren, die Kerne – mithilfe eines Löffels – herauskratzen und das Gurkenfruchtfleisch in feine Streifen schneiden. Die halbe Avocado schälen, das Fruchtfleisch in feine Scheiben schneiden, diese je nach Größe gegebenenfalls nochmals längs halbieren und mit etwas Limettensaft beträufeln.

Die Noriblätter in der Mitte durchschneiden, jeweils ein halbiertes Blatt mit der glänzenden Seite nach unten – mit der langen Kante abschließend am vorderen Ende – auf die Bambusmatte legen, hauchdünn mit Wasabi bestreichen und ca. 1 ½ bis 2 EL des abgekühlten Reis dünn und gleichmäßig auf die Algenplatte streichen. Dabei an den langen Kanten jeweils einen 2 cm großen Rand frei lassen.

Im vorderen Drittel der Reisschicht zwei direkt nebeneinander liegende Rillen – mithilfe eines Stäbchens – eindrücken und in diese Mulde die Möhrenstifte und die vorbereitete Avocado sowie die Gurke geben. Im Zweifel lieber dünn als zu dick befüllen!

Die Bambusrolle unter leichtem Druck fest aufrollen und die Sushirollen bis zur Weiterverarbeitung mit der Naht nach unten auf einen Teller geben. Anschließend mithilfe eines scharfen Messers in kleine Häppchen portionieren, mit etwas Sesam bestreuen und die fertigen Maki Sushi zusammen mit etwas Wasabi, Sojasoße und dem marinierten Orangen-Ingwer servieren.

Tipps: Falls die Flüssigkeit beim Quellen des Reis vorab aufgesaugt sein sollte, zusätzlich etwas heißes Wasser zugeben. Nicht eingerolltes Gemüse als Sticks zu den Maki Sushi servieren.

Sushi vegan