Heute befassen wir uns mit einem eher umstrittenen Thema in unserer Gesellschaft und räumen mit einigen Mythen auf. Im Interview mit Tessa von VEGDOG befassen wir uns mit der veganen Ernährung von Hunden. 

1. Was ist VEGDOG und wie seid ihr auf die Idee gekommen?

VEGDOG ist das erste vegane Hunde-Alleinfutter im Handel, das zu 100% bedarfsdeckend ist. Hinter VEGDOG steht die Geschichte von meinem Schäferhundmischling Nelson. Nelson litt jahrelang an einer Futtermittelunverträglichkeit und alle Tierärzte waren ratlos. Um die Magen-Darm-Probleme und Hautausschläge in den Griff zu bekommen, habe ich alles ausprobiert, was der Markt zu bieten hatte: Hypoallergenes Trocken- und Nassfutter von Tierärzten, die gesamte Bandbreite der exotischen Fleischsorten, die bei Futtermittelunverträglichkeiten empfohlen werden, eine Ernährung ohne Getreide bis hin zum BARFEN. Doch kein Ansatz brachte den gewünschten Erfolg. Daher begann ich vor sieben Jahren, das Futter für Nelson nach Rezepten meines Tierarztes selbst zuzubereiten und verzichtete dabei, auf dessen Anraten hin, ganz auf tierische Eiweiße. Das war jeden Tag ein wirklich hoher Aufwand, aber es hat sich gelohnt: Nach vier Wochen war Nelsons beschwerdefrei und ist es bis heute.

Als ich mich dann auf die Suche nach einem veganen Fertigfutter gemacht habe, das zu 100% bedarfsdeckend ist, wurde schnell deutlich, dass bis dato kein veganes Alleinfutter im Handel verfügbar war. Die Idee von VEGDOG war geboren 🙂 Zusammen mit einer renommierten, Münchener Fachtierärztin für Diätetik, sowie der Tierärztin Lisa Walther habe ich begonnen Rezepte für das erste vegane, getreidefreie und 100% bedarfsdeckende Alleinfutter zu entwickeln. Immer wieder wurden Probechargen produziert und im Labor auf ihren Nährstoffgehalt geprüft; bis 2016 – nach über einem Jahr der Rezeptentwicklung – der optimale Nährstoffgehalt erreicht wurde und die ersten Dosen in die Produktion gehen konnten.

2. In der Gesellschaft ist auch weiterhin der Glaube weit verbreitet, dass ein Hund nicht auf Fleisch verzichten kann, da ein Hund sonst nicht alle Nährstoffe erhält, die er benötigt. Was sagst du dazu?

Der Hund braucht nicht das Fleisch an sich, sondern die Nährstoffe, die darin enthalten sind! Nahezu alle Stoffe, die in tierischen Produkten enthalten sind, können durch pflanzliche Alternativen ersetzt werden. Besonders häufig wird auch angeführt, Hunde bräuchten das tierische Protein, um überleben zu können. Doch durch aufwendige Analysen hat man herausgefunden, dass es pflanzliche Proteinlieferanten gibt, die eine ähnliche Aminosäurenzusammensetzung der des Fleisches besitzen und von den Hunden sehr gut verwertet werden können. Wichtig ist: Um den kompletten Bedarf an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen zu decken, müssen alle Bestandteile in einer bestimmten Zusammensetzung verfüttert werden – dank unserer intensiven Rezeptentwicklung haben wir das erreicht und können mit VEGDOG ein vollumfänglich bedarfsdeckendes und veganes Hundefutter anbieten.

3. Wo kann ich das Hundefutter kaufen und wie teuer ist?

Alle VEGDOG-Proukte sind in unserem Online-Shop auf www.vegdog.de und im ausgewählten Fach- und Einzelhandel erhältlich die Bezugsadressen sind auch auf unserer Website gelistet. Aktuell umfasst unser Sortiment drei verschiedene Futtermittel für unterschiedliche Bedürfnisse: Für alle ausgewachsenen Hunde können Hundehalter auf die vegane Standardmischung „ADULT No1“ zurückgreifen. Speziell zugeschnitten auf die Ansprüche sensibler Vierbeiner ist „SENSIBELCHEN No1“ und unser „SENIOR No1“ ist gezielt auf die Bedürfnisse älterer Hunde abgestimmt. Der Preis für eine 400g-Dose beginnt ab 3,39 €. Darüber hinaus können alle Selbstkocher die täglichen Rationen für ihre Lieblinge mit dem Mineralpulver ALL-IN-VELUXE ergänzen, um so eine optimale Versorgung zu gewährleisten. Und damit die Produktpalette von VEGDOG stetig wächst, arbeiten wir außerdem bereits an einem neuen Projekt: Der idealen Rezeptur für ein veganes Trockenfutter – „because dogs love it!“ 🙂

Vielen Dank für das Interview!