Für viele ist Wein nur das Resultat der Gärung von Trauben, doch in Wahrheit gehören viel mehr Arbeitsschritte zur Herstellung von Weinen. Dabei kommen auch tierische Hilfsmittel zum Einsatz. Diese sind zwar offiziell zugelassen, aber für jeden veganen Weinliebhaber ein Ärgernis. So werden häufig Hünereiweiß, Milchprodukte oder tierische Gelatine zum Klären und Schönen des Weines verwendet. Natürlich gibt es zahlreiche vegane Alternativen, die den veganen Weingenuss möglich machen.

Welche Inhaltsstoffe können nicht-vegane Weine haben?


97.1 Special VeganNach dem die geerntet wurden, werden diese zumeist maschinell gepresst. Nachdem die Trauben gepresst wurden, ist der entstandene Wein sehr trüb. Viele Konsumenten finden diesen Anblick eher unschön, sodass der Wein geklärt wird. Oftmals wird zur Klärung des Weines dann Schweine-Gelatine genutzt, die den Wein dann natürlich zu einem nicht-veganen Produkt macht. Zwar sind die Inhaltsstoffe weiterhin nicht tierisch, aber durch die Klärung kommen kleinste Partikel der Schweine-Gelatine in den Wein. Zusätzlich können herkömmliche Weine noch tierische Bestandteile enthalten, die einen positiven Einfluss auf den Geschmack haben sollen. So werden bei einigen Rotweinen die Tannine durch Kasein oder Eiklar gebunden. Aber auch ohne diese tierischen Produkte würde der Wein nicht schlechter schmecken. Insbesondere, wenn das Gewissen mittrinkt.
Wahre Experten schätzen Tannine bei Rotwein sehr und können stundenlang darüber schwärmen. Wenn die Tannine allerdings sehr ausgeprägt sind, müssen sie gebunden werden, was oft mit Kasein oder Eiklar passiert. Eier sind selbstverständlich kein veganes Produkt. Dazu kommt noch, dass bei der Produktion männliche Küken als wertlos geachtet werden und aus diesem Grund sofort getötet werden. Wenn Eiklar bei der Herstellung verwendet wurde kann also unmöglich von veganem Wein gesprochen werden.

Wann ist ein Wein vegan?

Ein Wein ist erst dann vegan, wenn keine tierischen Produkte zur Herstellung des Weines genutzt werden und auch die Verpackung vollkommen frei von tierischen Bestandteilen ist. Es sollte also bei veganem Wein auf andere Klärungsmethoden gesetzt werden, als auf die Klärung durch tierische Gelatine. Zudem sollte beim Anbau, der Ernte, der Produktion und der Verpackung auf biologische und tierleidfreie Maßnahmen gesetzt werden.

Wie kann man vegane Weine finden?

Vegane Weine im Laden oder Fachgeschäft zu erkennen, ist fast unmöglich. Eine Deklarationspflicht für tierische Hilfsstoffe wie Gelatine besteht nicht. Ab dem Wein-Jahrgang 2012 müssen Eiweissschönungen als Hinweis für Milch- und Ei-Allergiker deklariert werden, sodass man wenigstens in diesem Punkt sicher sein kann.

Am besten konzentriert man sich auf spezialisierte Weinhersteller, die ausschließlich vegane Weine produzieren. Natürlich kann man beim Weingut direkt nachfragen. Mittlerweile gibt es viele Onlineangebote für vegane Weine, die die Suche deutlich vereinfacht haben. Probiert es doch einfach mal aus. Dem veganen Weingenuss steht nichts mehr im Wege!
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