Es gibt viele vegane Kochbücher oder sogenannte „Selbsthilfebücher“ mit den Thema Vegan. Das neue Buch „Hundert Leben auf Papier“ nähert sich der veganen Lebensweise aus einer etwas anderen Richtung. Der Protagonist des Buches ist Geheimagent, lebt vegan und hat mit vielen Widersprüchen zu kämpfen.

1. Dein neues Buch heißt „Hundert Leben auf Papier“. Worum geht es in deinem neuesten Werk?

hundert_leben_auf_papierMein Buch erzählt im Wesentlichen die Geschichte des Geheimagenten Henry Stone, der in jeder Hinsicht weit entfernt ist von dem allgemein gängigen James-Bond-Klischee. Henry ist ein Mann voller Abgründe und Widersprüche, hat aber, wie ich finde, gleichzeitig etwas Geheimnisvolles und Anziehendes.

2. Laut vielen Rezensionen kann man sich diesen Protagonisten als eine Art veganen James Bond vorstellen?

Nun ja, wie gesagt ist Henry Stone nicht gerade das, was ich als Pendant zu James Bond bezeichnen würde. Wohl eher das Gegenteil. Im Gegensatz zu dem wohl berühmtesten Agenten überhaupt lebt Henry nicht nur vegan, raucht und trinkt nicht, sondern legt zeitweise auch ein ziemlich rüpelhaftes Verhalten an den Tag, was vor allem die Journalistin Olivia Johnson, eine weitere Protagonistin in meinem Buch, zu spüren bekommt.

3. In deinem Buch spielt der vegane Lebensstil eine wichtige Rolle. Woher hast du die Inspiration für dieses Thema genommen?

Meine Lektorin Sandra Schindler, mit der mich auch privat eine enge Freundschaft verbindet, entschied sich Anfang 2014 nach 30 Jahren Vegetarismus dazu, vegan zu leben. Sie ist sehr engagiert, was dieses Thema betrifft, und wird nicht müde, auf die Missstände hinzuweisen, die im Bezug auf die Ausbeutung der Tiere in unserer heutigen Gesellschaft herrschen. Durch Sandra habe ich begonnen, mich intensiver mit dem Thema Ernährung zu beschäftigen. Was essen wir da eigentlich? Und wo kommt es her? Dabei bin ich teilweise auf Dinge gestoßen, die mich schockiert haben. Man mag sich darüber streiten können, ob Fleischkonsum pro forma als moralisch verwerflich angesehen werden muss. Aber darüber, dass sogenannte Nutztiere häufig unter lebensverachtenden Bedingungen gehalten werden und dies ein Ende haben muss, sicher nicht.

Vielen Dank für das Interview!

„Hundert Leben auf Papier“ ist eine spannende Geschichte, mit der man sicherlich einige Abende verbringen kann.

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